Baywatch an der Ostsee

Heiligenhafen Juli 2010

Ein Bericht von Anne

2 Wochen, über 2000 Wachstunden, eine lange Zugfahrt und einen Heiratsantrag später…

Als ich am 17.07.2010 mit Benny aus Trier zur Ostsee fuhr, war es schon ein Stück weit wie nach Hause kommen und die Vorfreude groß. Das 3. Jahr Wache, mein 3. Jahr in Heiligenhafen mit derselben tollen Mannschaft. Als wir nach einer langen Nacht morgens endlich in Heiligenhafen zum Dienst antraten, war schnell alle Müdigkeit vergessen, denn dort warteten die bekannten Gesichter schon auf uns. Die erste Woche des Wachdienstes könnte man mit „36 Grad und es wird noch heißer…“ beschreiben, denn das Wetter lief zur Höchstform auf. Doch so schön der Sonnenschein auch war, genauso viel Arbeit brachte er mit sich. Sonnenbrände häuften sich und durch die vielen Badegäste mussten wir auch viele Erste-Hilfe-Maßnahmen leisten. Doch zum Glück blieben uns außer Fußverletzungen(leider auch in der Mannschaft) und einem kleinen Loch im Kopf, sowie ein Wachmini mit Atemnot, Schlimmeres erspart. Nur die Bootsbesatzung bedankte sich bei den übermütigen Badegästen für ihre 17 Bootseinsätze^^

Die 2.te Woche wurde dann erheblich ruhiger. Sturm und Regen leerten den Strand und wurden somit von uns sehr begrüßt. Wie immer kamen jedoch bei Wind die Surfer aus allen Löchern gekrochen und nachdem wir uns genug geärgert hatten riefen wir einfach postwendend die WAPO an, die dann kräftig Knöllchen verteilte.
Nun aber genug zum Wachdienst, denn es gibt ja auch noch die Abende/Nächte… Das erste, worauf sich alle abends freuen ist wohl immer noch das unglaublich tolle Essen unseres Wachleiters (4 Lasagnesorten an einem Abend.) und seiner Helfer (Man bedenke Bastis tolles 3-Gang Chinesisch-Menü)! Gut gesättigt geht’s dann auf in den restlichen Teil des Abends. Ob eine Besichtigung der Wasserschutzpolizei oder Entspannen in der Sauna und im Schwimmbad, sowie Baden in der Ostsee! Es gibt immer was zu tun. Videoabende, Einfach nur zusammensitzen, Cocktails trinken, Grillen am Strand, Hafenfeuerwerk….und und und. Die Liste ist lang und es wird also nie langweilig! Ganz besonders gefreut habe ich mich über unerwarteten Besuch aus der Heimat!

Auch dieses Jahr gab es wieder die berühmte Ostseetaufe, der ich mittlerweile zum Glück ja als Zuschauer/Pate beiwohnen kann. Neu war allerdings, dass wir in diesem Jahr auch erstmals eine Taufe für Touristen veranstaltet haben, die viel Anklang als Ferienabenteuer vor allem für Kinder gefunden hat.
Die schönsten Momente waren wie immer wohl die, in denen viel gelacht (Funksprüche) oder auch geweint wurde! Allen in Erinnerung wird wohl der Heiratsantrag per Funk von Tommy an seine Yvi bleiben, die ihre Hochzeit auch nächstes Jahr auf der Wache feiern wollen!

Für mich steht fest, dass ich jedes Jahr wieder meinen Sommer dort verbringen würde und dort wunderschöne Momente erlebt habe und Erfahrungen gesammelt habe. Am allerwichtigsten sind mir allerdings die Freunde, die ich dort gefunden habe und die mittlerweile für mich wie eine Familie sind. So fährt man für einen 18. Geburtstag auch mal für ein Wochenende einfach 700 km :-)

Wer mehr wissen möchte, kann einfach bei mir fragen.

Anne (lachende Meerjungfrau)